
05.10.2026
Bitteres Saisonaus im Halbfinale...
Die Ausgangslage hätte zunächst kaum besser sein können: Wir waren mit einem Sieg in die Best-of-Three-Serie gegen die Braunschweig 89ers gestartet und hatten damit alles in der eigenen Hand. Ein weiterer Sieg in Braunschweig und wir würden im Finale stehen. Nur noch ein Spiel trennte uns von unserem großen Ziel. Doch bereits ein Blick ins Gästedugout machte deutlich, wie schwierig diese Aufgabe werden würde. Nur zehn Spieler standen den Dockers inklusive Coach Fabrizio Cagliani zur Verfügung. Verletzungen und Urlaubsabwesenheiten hatten den Kader stark ausgedünnt.
Als Auswärtsteam starteten wir in der Offensive und erwischten dabei einen Auftakt nach Maß. Edvardas Matusevičius setzte direkt zu Beginn ein Ausrufezeichen und schlug einen Homerun zur 1:0-Führung. Anschließend übernahm er selbst als Starting Pitcher den Mound und verteidigte im ersten Inning unsere Führung.
Doch nach diesem starken Start fand unsere Offensive nicht mehr richtig in ihren Rhythmus. Immer wieder schafften wir es, Läufer auf die Bases zu bringen. In beinahe jedem Inning gelang uns ein Hit, doch der entscheidende Schlag, der aus diesen Möglichkeiten weitere Runs gemacht hätte, blieb aus. Wir hatten unsere Chancen, konnten sie aber nicht konsequent nutzen. Braunschweig machte es auf der anderen Seite besser.
Im zweiten Inning drehten die Gastgeber die Partie. Zwei Homeruns und insgesamt drei Runs sorgten dafür, dass aus unserer frühen 1:0-Führung plötzlich ein 3:1 für Braunschweig wurde. Wir versuchten weiter, den Anschluss zu halten, doch offensiv wollte der Knoten einfach nicht platzen. Im vierten und fünften Inning legten die 89ers weitere Runs nach und bauten ihre Führung auf 7:1 aus.
Coach Fabrizio Cagliani übernahm daraufhin selbst den Mound. Trotz seiner eigenen angeschlagenen Situation erwischte er einen starken Auftritt und brachte die Braunschweiger Offensive mit wichtigen Outs aus dem Rhythmus. Weitere Runs ließ er während seines Einsatzes nicht zu. Damit war die Tür für uns noch einmal offen. Es wäre die Chance gewesen, mit einer offensiven Serie zurück ins Spiel zu kommen.
Doch genau diese Antwort blieb aus. Auch in der Schlussphase gelang es uns nicht, mehrere Hits miteinander zu verbinden und die nötigen Runs auf das Scoreboard zu bringen. Am Ende blieb es beim 1:7.
Damit stand es 1:1 in der Serie. Noch war nichts entschieden. Nach einer kurzen Pause ging es direkt in das alles entscheidende dritte Spiel.
Und auch dort erwischten wir zunächst genau den Start, den wir gebraucht hatten. Gleich im ersten Inning kamen zwei Runs über die Platte. Ein schöner Double von Yannick Bujalla sorgte dabei für einen wichtigen Moment und brachte Bewegung in unsere Offensive. Nach dem Ende des ersten Spiels war plötzlich wieder Energie da. Die Möglichkeit, das Spiel und damit die gesamte Serie zu gewinnen, war greifbar.
Doch Braunschweig antwortete sofort. Für uns startete Daniel Pryne auf dem Mound und die Gastgeber nutzten ihre ersten Möglichkeiten konsequent. Vier Runs brachten Braunschweig zunächst mit 4:2 in Führung. Im zweiten Inning kam dann unsere Antwort: Sasha Halushka schlug einen wichtigen Double und brachte die Offensive wieder in Bewegung. Wir erzielten zwei Runs und glichen zum 4:4 aus.
Auch Pryne fand anschließend besser in seinen Rhythmus. Die Braunschweiger Offensive wurde zunächst ruhiger und für einen Moment schien sich das Spiel genau in die Richtung zu entwickeln, die wir uns erhofft hatten. Die Offensive war wieder da, der Ausgleich geschafft und auch auf dem Mound stabilisierte sich die Situation. Es war wieder alles offen.
Doch dann kippte die Partie erneut.
Offensiv gelang uns nun immer weniger. Zwar gab es weiterhin einzelne gute Aktionen und Hits, doch daraus entstanden keine weiteren Runs. Ein einzelner Hit reicht nicht, wenn danach niemand mehr nachlegen kann. Braunschweig hingegen fand immer wieder Lücken und brachte seine Läufer nach Hause.
Pryne verlor zunehmend seinen Rhythmus, sodass Cagliani erneut selbst den Mound übernahm. Und wieder brachte er zunächst genau das, was wir in diesem Moment gebraucht hätten. Die ersten beiden Braunschweiger Schlagleute schickte er per Strikeout zurück ins Dugout und beendete damit das vierte Inning.
Doch die Gastgeber fanden anschließend erneut zurück in ihren Rhythmus. Während Braunschweig weiter punktete, fanden wir offensiv keinen Weg mehr zurück ins Spiel. Jeder weitere Run machte die Aufgabe schwieriger, bis irgendwann klar war, dass uns die Zeit davonlief.
Am Ende stand ein 4:13 auf dem Scoreboard.
Damit war der Traum vom Finale geplatzt.
Und vielleicht ist genau das der Moment, der am meisten weh tut. Nicht nur wegen der beiden Ergebnisse, sondern weil hinter dieser Saison so unglaublich viel Arbeit steckt. Stunden auf dem Baseballplatz, Training für Training, Spiele an den Wochenenden, Fahrten, Vorbereitung, Verletzungen, Rückschläge und immer wieder die Motivation, weiterzumachen.
Besonders bitter ist natürlich, dass wir mit einem Sieg in die Serie gestartet sind. Wir hatten das Gefühl, dass wir es schaffen können. Wir waren nur noch einen Sieg entfernt. Stattdessen verlieren wir zwei Spiele hintereinander. Ausgerechnet die letzten beiden Saisonspiele. Ausgerechnet die, die über unseren Einzug ins Finale entscheiden.
So bitter das Ende auch ist: Wir wollen diese Saison nicht auf diese beiden Spiele reduzieren. Dafür ist zu viel passiert und dafür haben wir als Mannschaft zu viel erreicht. Über die gesamte Saison mussten wir immer wieder mit Verletzungen und einem dezimierten Kader umgehen. Spieler mussten auf verschiedenen Positionen aushelfen, Verantwortung übernehmen und teilweise mehr spielen, als ursprünglich geplant war. Gerade unsere jungen Spieler haben dadurch viele Chancen bekommen und sie haben sie genutzt. Sie haben auf dem Mound, im Feld und am Schlag Verantwortung übernommen und gezeigt, was in ihnen steckt. Darauf können wir stolz sein.
Auch als Mannschaft sind wir in diesem Jahr gewachsen. Aus vielen einzelnen Spielern ist immer mehr ein echtes Team geworden. Es ging nicht mehr nur darum, wer individuell die besten Leistungen bringt. Es ging darum, füreinander einzustehen, gemeinsam durch schwierige Phasen zu gehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Genau das ist etwas, das uns auch diese Niederlage nicht nehmen kann.
Natürlich hätten wir die Saison lieber anders beendet. Natürlich hätten wir lieber im Finale gestanden. Und natürlich tut es weh, wenn man so viel investiert und am Ende kurz vor dem großen Ziel stehen bleibt. Aber genau das zeigt auch, wie viel uns diese Mannschaft und dieser Sport bedeuten.
Jetzt heißt es erst einmal, diese Niederlage zu verdauen. Wir werden uns ärgern, die Spiele noch einmal im Kopf durchgehen und uns fragen, was möglich gewesen wäre. Das darf auch sein. Irgendwann wird der Blick aber wieder nach vorne gehen. Diese Saison hat uns gezeigt, was in diesem Team steckt. Wir haben uns entwickelt, sind als Mannschaft enger zusammengerückt und haben uns bis ins Halbfinale gekämpft. Das nehmen wir mit.
Das Finale haben wir dieses Jahr verpasst. Der Weg dorthin ist vielleicht länger, als wir uns gewünscht hätten. Aber unser Weg ist noch lange nicht vorbei.
Danke an alle, die uns in dieser Saison unterstützt, angefeuert und begleitet haben. Danke an unsere Familien, Freunde, Helfer und vor allem an unser Team. An jeden Einzelnen, der Woche für Woche Zeit, Energie und Herzblut in die Dockers gesteckt hat. Und natürlich ein großes Dankeschön an unseren Coach Fabrizio Cagliani, der uns durch diese Saison begleitet, gefordert und immer wieder an uns geglaubt hat.
Die Enttäuschung darf jetzt da sein. Aber irgendwann wird daraus wieder neue Energie.
Nächstes Jahr greifen wir wieder an!
Als Auswärtsteam starteten wir in der Offensive und erwischten dabei einen Auftakt nach Maß. Edvardas Matusevičius setzte direkt zu Beginn ein Ausrufezeichen und schlug einen Homerun zur 1:0-Führung. Anschließend übernahm er selbst als Starting Pitcher den Mound und verteidigte im ersten Inning unsere Führung.
Doch nach diesem starken Start fand unsere Offensive nicht mehr richtig in ihren Rhythmus. Immer wieder schafften wir es, Läufer auf die Bases zu bringen. In beinahe jedem Inning gelang uns ein Hit, doch der entscheidende Schlag, der aus diesen Möglichkeiten weitere Runs gemacht hätte, blieb aus. Wir hatten unsere Chancen, konnten sie aber nicht konsequent nutzen. Braunschweig machte es auf der anderen Seite besser.
Im zweiten Inning drehten die Gastgeber die Partie. Zwei Homeruns und insgesamt drei Runs sorgten dafür, dass aus unserer frühen 1:0-Führung plötzlich ein 3:1 für Braunschweig wurde. Wir versuchten weiter, den Anschluss zu halten, doch offensiv wollte der Knoten einfach nicht platzen. Im vierten und fünften Inning legten die 89ers weitere Runs nach und bauten ihre Führung auf 7:1 aus.
Coach Fabrizio Cagliani übernahm daraufhin selbst den Mound. Trotz seiner eigenen angeschlagenen Situation erwischte er einen starken Auftritt und brachte die Braunschweiger Offensive mit wichtigen Outs aus dem Rhythmus. Weitere Runs ließ er während seines Einsatzes nicht zu. Damit war die Tür für uns noch einmal offen. Es wäre die Chance gewesen, mit einer offensiven Serie zurück ins Spiel zu kommen.
Doch genau diese Antwort blieb aus. Auch in der Schlussphase gelang es uns nicht, mehrere Hits miteinander zu verbinden und die nötigen Runs auf das Scoreboard zu bringen. Am Ende blieb es beim 1:7.
Damit stand es 1:1 in der Serie. Noch war nichts entschieden. Nach einer kurzen Pause ging es direkt in das alles entscheidende dritte Spiel.
Und auch dort erwischten wir zunächst genau den Start, den wir gebraucht hatten. Gleich im ersten Inning kamen zwei Runs über die Platte. Ein schöner Double von Yannick Bujalla sorgte dabei für einen wichtigen Moment und brachte Bewegung in unsere Offensive. Nach dem Ende des ersten Spiels war plötzlich wieder Energie da. Die Möglichkeit, das Spiel und damit die gesamte Serie zu gewinnen, war greifbar.
Doch Braunschweig antwortete sofort. Für uns startete Daniel Pryne auf dem Mound und die Gastgeber nutzten ihre ersten Möglichkeiten konsequent. Vier Runs brachten Braunschweig zunächst mit 4:2 in Führung. Im zweiten Inning kam dann unsere Antwort: Sasha Halushka schlug einen wichtigen Double und brachte die Offensive wieder in Bewegung. Wir erzielten zwei Runs und glichen zum 4:4 aus.
Auch Pryne fand anschließend besser in seinen Rhythmus. Die Braunschweiger Offensive wurde zunächst ruhiger und für einen Moment schien sich das Spiel genau in die Richtung zu entwickeln, die wir uns erhofft hatten. Die Offensive war wieder da, der Ausgleich geschafft und auch auf dem Mound stabilisierte sich die Situation. Es war wieder alles offen.
Doch dann kippte die Partie erneut.
Offensiv gelang uns nun immer weniger. Zwar gab es weiterhin einzelne gute Aktionen und Hits, doch daraus entstanden keine weiteren Runs. Ein einzelner Hit reicht nicht, wenn danach niemand mehr nachlegen kann. Braunschweig hingegen fand immer wieder Lücken und brachte seine Läufer nach Hause.
Pryne verlor zunehmend seinen Rhythmus, sodass Cagliani erneut selbst den Mound übernahm. Und wieder brachte er zunächst genau das, was wir in diesem Moment gebraucht hätten. Die ersten beiden Braunschweiger Schlagleute schickte er per Strikeout zurück ins Dugout und beendete damit das vierte Inning.
Doch die Gastgeber fanden anschließend erneut zurück in ihren Rhythmus. Während Braunschweig weiter punktete, fanden wir offensiv keinen Weg mehr zurück ins Spiel. Jeder weitere Run machte die Aufgabe schwieriger, bis irgendwann klar war, dass uns die Zeit davonlief.
Am Ende stand ein 4:13 auf dem Scoreboard.
Damit war der Traum vom Finale geplatzt.
Und vielleicht ist genau das der Moment, der am meisten weh tut. Nicht nur wegen der beiden Ergebnisse, sondern weil hinter dieser Saison so unglaublich viel Arbeit steckt. Stunden auf dem Baseballplatz, Training für Training, Spiele an den Wochenenden, Fahrten, Vorbereitung, Verletzungen, Rückschläge und immer wieder die Motivation, weiterzumachen.
Besonders bitter ist natürlich, dass wir mit einem Sieg in die Serie gestartet sind. Wir hatten das Gefühl, dass wir es schaffen können. Wir waren nur noch einen Sieg entfernt. Stattdessen verlieren wir zwei Spiele hintereinander. Ausgerechnet die letzten beiden Saisonspiele. Ausgerechnet die, die über unseren Einzug ins Finale entscheiden.
So bitter das Ende auch ist: Wir wollen diese Saison nicht auf diese beiden Spiele reduzieren. Dafür ist zu viel passiert und dafür haben wir als Mannschaft zu viel erreicht. Über die gesamte Saison mussten wir immer wieder mit Verletzungen und einem dezimierten Kader umgehen. Spieler mussten auf verschiedenen Positionen aushelfen, Verantwortung übernehmen und teilweise mehr spielen, als ursprünglich geplant war. Gerade unsere jungen Spieler haben dadurch viele Chancen bekommen und sie haben sie genutzt. Sie haben auf dem Mound, im Feld und am Schlag Verantwortung übernommen und gezeigt, was in ihnen steckt. Darauf können wir stolz sein.
Auch als Mannschaft sind wir in diesem Jahr gewachsen. Aus vielen einzelnen Spielern ist immer mehr ein echtes Team geworden. Es ging nicht mehr nur darum, wer individuell die besten Leistungen bringt. Es ging darum, füreinander einzustehen, gemeinsam durch schwierige Phasen zu gehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Genau das ist etwas, das uns auch diese Niederlage nicht nehmen kann.
Natürlich hätten wir die Saison lieber anders beendet. Natürlich hätten wir lieber im Finale gestanden. Und natürlich tut es weh, wenn man so viel investiert und am Ende kurz vor dem großen Ziel stehen bleibt. Aber genau das zeigt auch, wie viel uns diese Mannschaft und dieser Sport bedeuten.
Jetzt heißt es erst einmal, diese Niederlage zu verdauen. Wir werden uns ärgern, die Spiele noch einmal im Kopf durchgehen und uns fragen, was möglich gewesen wäre. Das darf auch sein. Irgendwann wird der Blick aber wieder nach vorne gehen. Diese Saison hat uns gezeigt, was in diesem Team steckt. Wir haben uns entwickelt, sind als Mannschaft enger zusammengerückt und haben uns bis ins Halbfinale gekämpft. Das nehmen wir mit.
Das Finale haben wir dieses Jahr verpasst. Der Weg dorthin ist vielleicht länger, als wir uns gewünscht hätten. Aber unser Weg ist noch lange nicht vorbei.
Danke an alle, die uns in dieser Saison unterstützt, angefeuert und begleitet haben. Danke an unsere Familien, Freunde, Helfer und vor allem an unser Team. An jeden Einzelnen, der Woche für Woche Zeit, Energie und Herzblut in die Dockers gesteckt hat. Und natürlich ein großes Dankeschön an unseren Coach Fabrizio Cagliani, der uns durch diese Saison begleitet, gefordert und immer wieder an uns geglaubt hat.
Die Enttäuschung darf jetzt da sein. Aber irgendwann wird daraus wieder neue Energie.
Nächstes Jahr greifen wir wieder an!





